Netzwerkbildung als Beschäftigungsstrategie und Mittel der Unternehmensförderung.

Ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Rahmen der EU-geförderten
Entwicklungspartnerschaft “MünchenKompetent – Kompetenzentwicklung im Großraum München” koordiniert durch das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München


Die für die Beschäftigungspolitik sehr wichtigen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) agieren in der Regel isoliert als Einzelunternehmen am Markt. Damit stehen sie gegenüber Großunternehmen in einer schwierigen Wettbewerbsituation und laufen hohe Marktrisiken. Das isolierte, vereinzelte Vorgehen der KMU schwächt ihr Beschäftigungspotential: Es veranlasst sie, sich beim Schaffen neuer Arbeitsplätze zurückhalten, den Beschäftigten nur relativ prekäre Arbeitsplätze zu bieten und verhindert Maßnahmen, um die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitenden zu erhöhen bzw. zu erhalten.

Vor diesem Hintergrund sieht das Projekt in der gezielten Vernetzung und Kooperation von Unternehmen ein bisher noch zu wenig ausgeschöpftes Potential für die gleichzeitige Förderung des Unternehmens und der Beschäftigungspotentiale. Dementsprechend entwickelt und erprobt es Formen der Vernetzung, die geeignet sind, die Unternehmen zu stärken und in die Lage zu versetzen, neue Arbeitsplätze zu schaffen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und Arbeitsplatzverluste zu vermeiden.

Netzwerkbildung wird dabei als Lernprozess im doppelten Sinne verstanden Zum einen stellt die Initiierung von Netzwerken eine besondere Herausforderung dar, über die im Rahmen des Projektes Erfahrungen gesammelt werden sollen. Zum anderen sollen die TeilnehmerInnen im Sinne eines “Lernens am eigenen Problem” die Kompetenzen und Haltungen, die sie zur Zusammenarbeit im Netzwerk benötigen gerade dadurch entwickeln, dass sie dieses Netzwerk selbstbestimmt und orientiert am gemeinsamen Problem aufbauen, wettbewerbliche Aspekte im Auge behalten und die entstehenden Synergien kooperativ nutzen.

Die von der MPS durchgeführte Aktion richtet sich an die Naturkostbranche in München. Bisher noch nicht vernetzte Naturkostgeschäfte sollen für eine Vernetzung nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Gesundheitsakteuren in ihrem städtischen Umfeld gewonnen werden.

Die Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V. führt dieses Projekt gemeinsam mit dem Agenda 21 Büro des Referates für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München und dem SIM Sozialwissenschaftliches Institut München, sowie in enger Kooperation mit der GAB-Muenchen – Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung mbH und TIBAY – Technologie- und Innovationsberatungsagentur in Bayern e.V. beim DGB durch. Mit diesen Partnern bildet sie den Projektbereich “Organisationsentwicklung in Unternehmen” der Entwicklungspartnerschaft “MünchenKompetent”.


Materialien des Projektes

  • Flyer: Netzwerk für Naturkostläden [Dowlnload: 238 kB]
  • Darstellung des Projektbereiches “Organisationsentwicklung in Unternehmen” [Download: 122 ]
  • Darstellung der Entwicklungspartnerschaft “München-Kompetent” [Download 95 kB]
  • Jost Wagner (2005): Vertrauen in Netzwerkbeziehungen. Vortrag gehalten auf dem Projektbereichstreffen am 14.10.2005.
    [Download Folien: 116 kB]

  • Laufzeit des Projektes: 01.07.2005 – 31.10.2007
  • Projektleitung:Dr. Cordula Kropp
  • Projektmitarbeiter: Jost Wagner

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